Mit der Zeit landete ich selbst ab und zu vor der Linse oder einem Reporter ;)

Die meiste Zeit stehe ich hinter der Kamera und berichte über geniale Veranstaltungen. Umso schöner, wenn auch etwas ungewohnt ist es, wenn ich selber im Rampenlicht stehe. Hier findet ihr die Interviews.


27.05.2019:

Worauf Veranstalter und andere Auftraggeber bei einem Fotografen achten sollten.

 

In den folgenden Sätzen gehe ich genau darauf ein, wie Veranstalter den richtigen Fotografen für sich finden können und auf welche Merkmale sie genau achten sollten.

 

Wichtig ist natürlich IMMER, dass man genau abspricht, was für Motive man möchte, wie der genaue Zeitplan ist und was das Ziel des Einsatzes.

 

 

 

Technik:

 

Nun wird es tatsächlich ganz kurz theoretisch. In Sachen Technik geht es bei den Fotografen meist heiß her. Schließlich macht derjenige hinter der Kamera das Foto und nicht die Ausrüstung. Das ist auf Veranstaltungen nur zum Teil richtig. Diese Aussage stimmt nur zu 100%, wenn ausreichend Licht vorhanden ist. Da kommt selbst Einsteigertechnik nicht an die Grenzen und man kann wunderbare Fotos schießen. Studio-Aufnahmen mit einer Einsteigercam? Locker, die Blitze werden es schon richten.

 

Wie sieht das jetzt allerdings auf einem Event aus? Hier kann ich mir nicht aussuchen, wie ich das Licht am liebsten hätte. Mal angenommen, du bist in einem Club, geile Ambientebeleuchtung, die Leute sehen gut aus und sind auch noch mega gut drauf. Jetzt versuchst du diesen Moment festzuhalten und das einzige, was deine Cam ausspuckt, ist ein Bild a la Steven Kings „ES“ schaut aus einem dunklen Gulliloch. Arbeit die man abliefern kann? Auf keinen Fall!
Die Technik gibt hier die klare Grenzen vor, zum Beispiel wie lange man belichten kann oder muss.

 

Habe ich hier keine Profi-Kamera mit lichtempfindlichen Sensor, muss ich länger belichten. Und schnell ist das Bild verwackelt.
Das gleiche mit dem Objektiv-Fuhrpark. Je lichtdurchlässiger, desto treffsicherer ist meist der Autofokus, also desto schärfer wird das Bild.

 

Bei einem hilft allerdings auch die beste Technik nichts: Wenn deine Location einer schwarzen Höhle gleicht und man kaum die Hand vor dem Auge sieht. Da kannst du echt nur hoffen, dass dein Fotograf selber genügend Licht- und Funktechnik dabei hat.
Fazit: Mit einer besseren Ausrüstung kann ein Fotograf seine Kreativität besser ausnutzen und schönere Ergebnisse abliefern.

 

 

 

Absprachen:

 

Sich als Team zu sehen ist einfach Gold wert. Je klarer ihr dem Fotografen eure Vorstellungen erklärt, desto einfacher kann er diese auch umsetzen und euren Wünschen entsprechen. Er kann sich einen Plan machen und wird zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Gebt dem Fotografen die Möglichkeit sich mit den Technikverantwortlichen (z.B. für Licht und Pyro) oder DJ abzusprechen. Wenn Lichttechniker, DJ und Fotograf zusammenarbeiten, kommen einfach geniale Bilder heraus. Klar, bei Shows geht das nicht immer und zu jeder Zeit, dennoch solltet ihr die Ideen der kreativen Köpfe überdenken. Oftmals lohnt es sich.
Mit einigen Lichttechnikern habe ich hier auch verschiedene Tests durchgeführt. Wir hatten ausreichend Möglichkeiten, uns das Verhalten von Spots und Lasern bei verschiedenen Nebeldichten anzuschauen und wir waren echt überrascht.
Das Endresultat war eindeutig. Weniger ist mehr und die Lichttechnik braucht erstaunlich wenig, um ordentlich zu strahlen: Der DJ war auch von weitem besser erkennbar, die Spots konnten wesentlich weiter in den Raum eindringen, weil die Lichtstrahlen nicht irgendwo verschluckt wurden und die Farben kamen auch besser zur Geltung, weil in der Luft nicht nur eine einfarbige Wand hing. Kleiner Tipp: Wenn es möglich ist, verteilt lieber mehrere kleine Hazer im Raum, als einen fetten Brummer auf der Bühne.
Fazit: Gebt eurer Licht-Crew den Hinweis, dass sie gerne die Hinweise und Wünsche vom Fotografen umsetzen dürfen. Er hat schließlich schon im Kopf, wie das Bild wirken soll und möchte nur das beste Bild für euch.

 

 

 

 

 

Zeit:

 

Wie lange solltest du einen Fotografen überhaupt für deine Veranstaltung buchen?  Den ganzen Abend oder reichen da ein paar Stunden?

 

Das kommt ganz auf die Motive an. Soll jeder DJ oder Programmpunkt des Abends abgelichtet werden weil du ein echt fettes Line Up hast? Dann wirst du wohl nicht drum herumkommen. Geht es dir nur um einen Querschnitt der Party? Schöne Gästefotos, ein paar Aufnahmen der Location und der Headliner? Dann reicht lediglich die Abdeckung der Primetime. Es muss nicht mal ein bestimmter DJ auf den Bildern sein? In diesem Fall solltest du deinem Fotografen ein Zeitfenster geben, in dem deine Veranstaltung gut besucht ist und der Fotograf sich die Zeit aussuchen kann. So kann er wenigstens die restliche Zeit das Abends noch mit anderen Aufträgen füllen und so den Preis für dich günstiger halten als eine komplette Abendgage.
Nun hast du einen Fotografen, der nur für den ganzen Abend kommt, weil er eine lange Anreise hat. Gratulation, du hast einen seiner wenigen freien Slots bekommen. Er wird sein Geld wert sein, sonst hättest du ihn nicht ausgesucht.

 

 

 

Auftreten:

 

Eure Gäste sind aus verschiedenen Gründen auf euren Veranstaltungen. Eines haben sie allerdings gemeinsam. Sie wollen den Abend/Tag so gut wie möglich genießen. Als Fotograf wirke ich automatisch als Teil des Teams und repräsentiere den Veranstalter. Dessen muss ich mir immer bewusst sein. Die schönsten Bilder nützen euch nichts, wenn am Ende Beschwerden kommen, was ihr für einen komischen unfreundlichen Vogel als Fotografen angeschleppt habt. Als Fotograf muss ich also auch mit den Leuten umgehen können und zum Teil Entertainer sein. Das ist nicht immer einfach, gerade wenn sich die Stimmung noch nicht so entwickelt hat. Umso besser ist es für die Gruppendynamik, wenn ihr als Eventmanager einen Fotografen engagiert habt, der die Stimmung durch irgendwelche Scherze auflockert und die Leute zum Feiern bringt. Schöne Abende bleiben im Kopf und somit auch das Event und ihr als Veranstalter. Wie groß dieser Marketing-Hebel ist, konnte ich leider noch nicht nummerisch belegen, von Gästen und befreundeten wird es mir allerdings jedes Mal gespiegelt. Besonders wenn ich Give-Aways des Veranstalters austeile sind alle happy. Die Besucher haben etwas tolles bekommen und der Veranstalter hat überall Werbung, die bestenfalls auf jedem Bild drauf sind. Das spart so manche Werbeaktion oder Promotionkraft ein. Win-Win-Win.

 

Also liebe Fotografen-Kollegen: Kleidet euch ordentlich, Keep smiling, nehmt euch nicht zu ernst und seid auch für den ein oder anderen Spaß zu haben. Fotografie gelingt nur mit Menschen.

 

Fazit: Euer Fotograf ist etwas teurer, kann dafür genial mit den Gästen umgehen? Er wird seinen Preis wert sein! Wenn dann noch die Bilder stimmen, habt ihr alles richtig gemacht.

 

 

 

Wenn ihr noch Punkte habt, die ihr als wichtig empfindet, dann immer her damit und ich werde sie mit einfügen.

Du planst gerade eine Veranstaltung und suchst noch einen Top-Fotografen? Dann klicke hier und kontaktiere mich.

 

Sonnige Grüße

 

Tom

 

Kurzes zum Autor:
In meiner Zeit als Eventfotograf durfte ich vieles erleben, wirklich sehr vieles.

 

Für mich ist es auch sehr interessant, sowohl Gäste als auch Mitarbeiter zu beobachten und was das für Auswirkungen haben kann. Generell rede ich auch viel mit den Leuten und erfahre dadurch so einiges darüber, wie eine Veranstaltung empfunden wird und was für die Gäste wichtig ist. Klar, wenn man nur hinter dem DJ-Pult die Cam hochhält kommt man nicht mit vielen Gästen ins Gespräch.

 

 

 

 


18.05.2019: Freizeit muss auch mal sein ;)
Nach jahrelanger Abstinenz habe ich es auch wieder ins Stadion geschafft und was passiert? Richtig, bin mal wieder mitten im Geschehen und Fotografen-Kollege Tino Zippel erwischt mich am Rande. Das Foto ist natürlich gleich das Startbild der Bildergalerie und hat es sogar in die gedruckten Ausgaben geschafft.
Hier gehts zum Artikel eines tollen Nachmittags


12.05.2019: Experteninterview: Aktuell im Blog von ProntoPro gibt es ein Interview zu lesen, in dem ich von meinem schönen Beruf erzählen durfte. Danke für die Veröffentlichung!


29.03.2016: Die OTZ begleitete mich auf einer Tour einen Abend lang für ein Interview. Hier könnt ihr es lesen.